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Ethnien in Burma: Eine anthropologische Analyse
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Das südostasiatische Land Burma zeichnet sich durch eine große Vielfalt an unterschiedlichen Ethnien aus. Der thematische Rahmen dieser Studie zielt darauf ab, hinsichtlich Ethnizität in Burma Kontinuitäten und/oder Diskontinuitäten aufzuzeigen. Dazu gilt es zuerst einmal in die burmesische Geschichte einzuführen und Begriffsdefinitionen zu erläutern. Ethnizität wird anhand der theoretischen Sichtweisen Primordialismus, Instrumentalismus und Konstruktivismus allgemein dargestellt. Historische Begebenheiten in Bezug auf Ethnizität, ethnische Klassifizierungen sowie die Beziehungen zwischen Tiefland- und Hochlandbevölkerung sind speziell an Burma ausgerichtet. Abschließend wird die vorkoloniale Phase dahingehend untersucht, inwiefern es zu dieser Zeit schon Ethnien und in Verbindung damit Ethnizität gegeben hat oder ob dies erst durch den Kolonialismus und den modernen Nationalstaat entstanden ist.

Anbieter: Dodax
Stand: 30.11.2020
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Spuren des Eurozentrismus in der Gegenwart. Man...
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Studienarbeit aus dem Jahr 2016 im Fachbereich Kulturwissenschaften - Allgemeines und Begriffe, Note: 1,7, Universität Osnabrück, Sprache: Deutsch, Abstract: Unter dem Begriff Eurozentrismus - erstmals als Kritik an den europäischen Wissenschaften geäußert - versteht man eine von europäischen Normen und Werten geprägte Weltsicht. Eurozentrisches Denken, welches sich beispielsweise durch den Kolonialismus weltweit verbreitete, zieht ausschließlich die westliche Kultur als Bewertungsmaßstab heran (vgl. ebd.: 9). Das Phänomen Eurozentrismus bezieht sich dabei nicht auf einen Diskurs, der nur in Europa geführt wird, sondern in allen als "westlich" bezeichneten Staaten. Ebenso umschließt der Begriff die Sichtweisen nichtwestlicher Menschen gegenüber dem Westen.Der Begriff Eurozentrismus ist nicht mit dem Begriff Ethnozentrismus, welcher Fremdartigkeit und fremdes Verhalten aus den Traditionen und Werten der eigenen Kultur heraus interpretiert, zu verwechseln. Es ist möglich, ein eurozentrisches Weltbild zu haben, ohne rassistisch zu sein, da Eurozentrismus keine Form des Rassismus darstellt. Der Diskurs des Eurozentrismus ist nicht ohne die globalen Herrschaftsverhältnisse zu verstehen, da eurozentrisches Denken und Handeln mit einer Überlegenheitsvermutung verbunden ist, welche andere Denkweisen und Philosophien negiert oder herabsetzt. So ist zu erklären, dass in der Geschichtsschreibung Europa als Gegenentwurf zum Rest der Welt konstruiert wird.Auch heute sind noch Spuren eurozentrischen Denkens vorzufinden, welche sich insbesondere in den europäischen Sozialwissenschaften manifestieren. Die vorliegende Arbeit widmet sich daher der Frage, in welchem Ausmaß und in welchen Lebensbereichen diese eurozentrischen Ausprägungen anzutreffen sind. Darum wird der Autor in der von ihm verwendeten Literatur besonders die Beispiele herausgreifen, auf die sich die Wissenschaftler am stärksten fokussieren und diese erörtern und kritisch diskutieren.

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Stand: 30.11.2020
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Die Derwischtrommel
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Arnold Höllriegels Bericht vom Mahdi-Aufstand und der Errichtung eines islamischen Staates im Sudan in den 1880er Jahren erinnert uns in vielem an unsere Gegenwart. Arnold Höllriegels originelles Mahdi-Epos ist eine literarische Auseinandersetzung mit dem alten Konflikt zwischen dem europäischem Selbstverständnis und dem orientalisch-afrikanischen Fremden.Die Derwischtrommel geht auf Höllriegels Sudan-Aufenthalt im Jahr 1929 zurück und ist Romanbiografie über eine historische Figur in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts, die mit Eindrücken aus dem Khartum der 1920er Jahre untermischt ist. Der charismatische Mahdi - ein von Gott Geleiteter in Mohammeds Nachfolge - Muhammad Achmad aus dem Sudan versetzte mit seiner religiös-endzeitlichen Massenbewegung und den militärischen Erfolgen über die ägyptischen Provinzgouverneure und die britischen Kolonialgeneräle das imperiale Europa in Angst und Schrecken: 1885 eroberten die Mahdisten Khartum und bis 1898 herrschte das sudanesische Kalifat, der islamische Gottesstaat. Es war die Geburt des Islam als politische Bewegung aus einem Aufstand gegen den Kolonialismus, auf dem Spiel stand die "Zivilisierung" Afrikas nach westlichen Maßstäben.Arnold Höllriegels literarische Auseinandersetzung mit dem Mahdi - mit dem Phänomen von Massenhysterie, Fanatismus und autokratischem Führertum - erschien als bibliophile Ausgabe 1931 mit beachtlichem Erfolg, geriet aber in Vergessenheit.Geschrieben im Stil einer rhythmisch-expressionistischen Reportage voller handlungspraller Episoden und modern erzählt im Zusammenspiel von Dialogen und Episoden aus den Berichten von Augenzeugen versucht Höllriegel, verschiedene Sichtweisen auf das historische Geschehen zu fassen. Er formuliert als sein Ziel, als Gegengewicht zu den verbreiteten Dämonisierungen der Person des Mahdi und seiner Bewegung Gerechtigkeit widerfahren zu lassen.Der englischen Version im gleichen Jahr (1932 folgten die USA) schrieb Winston Churchill das Vorwort: Er hatte 1898 am Feldzug mit bis dahin beispielloser industrieller Kriegslogistik unter Horatio Herbert Kitchener gegen den Mahdi-Staat teilgenommen und darüber in The River War (1899) geschrieben - aus ganz anderer Perspektive und im Glauben, dass der Kulturkonflikt um den Islam welthistorisch beendet sei (AB-Band 282: Kreuzzug gegen das Reich des Mahdi).

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Stand: 30.11.2020
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Die Derwischtrommel
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Arnold Höllriegels Bericht vom Mahdi-Aufstand und der Errichtung eines islamischen Staates im Sudan in den 1880er Jahren erinnert uns in vielem an unsere Gegenwart. Arnold Höllriegels originelles Mahdi-Epos ist eine literarische Auseinandersetzung mit dem alten Konflikt zwischen dem europäischem Selbstverständnis und dem orientalisch-afrikanischen Fremden.Die Derwischtrommel geht auf Höllriegels Sudan-Aufenthalt im Jahr 1929 zurück und ist Romanbiografie über eine historische Figur in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts, die mit Eindrücken aus dem Khartum der 1920er Jahre untermischt ist. Der charismatische Mahdi - ein von Gott Geleiteter in Mohammeds Nachfolge - Muhammad Achmad aus dem Sudan versetzte mit seiner religiös-endzeitlichen Massenbewegung und den militärischen Erfolgen über die ägyptischen Provinzgouverneure und die britischen Kolonialgeneräle das imperiale Europa in Angst und Schrecken: 1885 eroberten die Mahdisten Khartum und bis 1898 herrschte das sudanesische Kalifat, der islamische Gottesstaat. Es war die Geburt des Islam als politische Bewegung aus einem Aufstand gegen den Kolonialismus, auf dem Spiel stand die "Zivilisierung" Afrikas nach westlichen Maßstäben.Arnold Höllriegels literarische Auseinandersetzung mit dem Mahdi - mit dem Phänomen von Massenhysterie, Fanatismus und autokratischem Führertum - erschien als bibliophile Ausgabe 1931 mit beachtlichem Erfolg, geriet aber in Vergessenheit.Geschrieben im Stil einer rhythmisch-expressionistischen Reportage voller handlungspraller Episoden und modern erzählt im Zusammenspiel von Dialogen und Episoden aus den Berichten von Augenzeugen versucht Höllriegel, verschiedene Sichtweisen auf das historische Geschehen zu fassen. Er formuliert als sein Ziel, als Gegengewicht zu den verbreiteten Dämonisierungen der Person des Mahdi und seiner Bewegung Gerechtigkeit widerfahren zu lassen.Der englischen Version im gleichen Jahr (1932 folgten die USA) schrieb Winston Churchill das Vorwort: Er hatte 1898 am Feldzug mit bis dahin beispielloser industrieller Kriegslogistik unter Horatio Herbert Kitchener gegen den Mahdi-Staat teilgenommen und darüber in The River War (1899) geschrieben - aus ganz anderer Perspektive und im Glauben, dass der Kulturkonflikt um den Islam welthistorisch beendet sei (AB-Band 282: Kreuzzug gegen das Reich des Mahdi).

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Stand: 30.11.2020
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Die Derwischtrommel
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Arnold Höllriegels Bericht vom Mahdi-Aufstand und der Errichtung eines islamischen Staates im Sudan in den 1880er Jahren erinnert uns in vielem an unsere Gegenwart. Arnold Höllriegels originelles Mahdi-Epos ist eine literarische Auseinandersetzung mit dem alten Konflikt zwischen dem europäischem Selbstverständnis und dem orientalisch-afrikanischen Fremden. Die Derwischtrommel geht auf Höllriegels Sudan-Aufenthalt im Jahr 1929 zurück und ist Romanbiografie über eine historische Figur in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts, die mit Eindrücken aus dem Khartum der 1920er Jahre untermischt ist. Der charismatische Mahdi – ein von Gott Geleiteter in Mohammeds Nachfolge – Muhammad Achmad aus dem Sudan versetzte mit seiner religiös-endzeitlichen Massenbewegung und den militärischen Erfolgen über die ägyptischen Provinzgouverneure und die britischen Kolonialgeneräle das imperiale Europa in Angst und Schrecken: 1885 eroberten die Mahdisten Khartum und bis 1898 herrschte das sudanesische Kalifat, der islamische Gottesstaat. Es war die Geburt des Islam als politische Bewegung aus einem Aufstand gegen den Kolonialismus; auf dem Spiel stand die »Zivilisierung« Afrikas nach westlichen Massstäben. Arnold Höllriegels literarische Auseinandersetzung mit dem Mahdi – mit dem Phänomen von Massenhysterie, Fanatismus und autokratischem Führertum – erschien als bibliophile Ausgabe 1931 mit beachtlichem Erfolg, geriet aber in Vergessenheit. Geschrieben im Stil einer rhythmisch-expressionistischen Reportage voller handlungspraller Episoden und modern erzählt im Zusammenspiel von Dialogen und Episoden aus den Berichten von Augenzeugen versucht Höllriegel, verschiedene Sichtweisen auf das historische Geschehen zu fassen. Er formuliert als sein Ziel, als Gegengewicht zu den verbreiteten Dämonisierungen der Person des Mahdi und seiner Bewegung Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. Der englischen Version im gleichen Jahr (1932 folgten die USA) schrieb Winston Churchill das Vorwort: Er hatte 1898 am Feldzug mit bis dahin beispielloser industrieller Kriegslogistik unter Horatio Herbert Kitchener gegen den Mahdi-Staat teilgenommen und darüber in The River War (1899) geschrieben – aus ganz anderer Perspektive und im Glauben, dass der Kulturkonflikt um den Islam welthistorisch beendet sei (AB-Band 282: Kreuzzug gegen das Reich des Mahdi).

Anbieter: Orell Fuessli CH
Stand: 30.11.2020
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Koloniales Erbe, Diaspora und die Problematik d...
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Magisterarbeit aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Romanistik - Spanische Sprache, Literatur, Landeskunde, Note: 1,7, Universität des Saarlandes, Sprache: Deutsch, Abstract: Seit dem letzten Jahrzehnt findet der Einfluss des Kolonialismus auf kulturelle Identitäten ehemaliger Kolonien im Bereich des Forschungsfeldes Postkolonialismus immer mehr Beachtung, wohin sich neue Sichtweisen und Perspektiven auf das Konzept der kulturellen Identität entwickelt haben. Auch die Wirkung der Migration auf die kulturelle Identität gehört zu einem vielfach diskutierten Thema des interdisziplinären Forschungsfeldes des Postkolonialismus. Junot Díazs Roman 'La maravillosa vida breve de Óscar Wao' (2007), der mit dem Pulitzer Preis ausgezeichnet wurde, zeigt welchen identitätsstiftenden Einfluss der koloniale Diskurs im modernen Zeitalter des 20. und 21. Jahrhunderts auf die kulturelle Identität der Dominikanischen Republik hat. Mit der diktatorischen Vergangenheit wird im Roman demonstriert wie der Kolonialismus die nationale Doktrin Trujillos entscheidend beeinflusst. Hierbei richtet sich die Kritik gegen die Diskriminierung und Ausgrenzung durch vergeschlechtliche und rassifizierte Identitäten. So stehen die Erfahrungen der ersten Generation der Familie symbolisch für die koloniale Vergangenheit der indigenen Einwohner und afrikanischen Sklaven. Inwiefern der Identitätsdiskurs durch den Prozess der Migration in die USA in einem neuen kulturellen Kontext verorten lässt, wird anhand der Erfahrungen der jüngeren Generation dargestellt. Der Roman spiegelt förmlich die postkoloniale Kritik berühmter Theoretiker wie Frantz Fanon, Edward Said, Homo Bhabha, Stuart Hall oder Paul Gilroy wider. So wird in dem Kapitel 2 Die Konzeptualisierung der kulturellen Identität zunächst die Entstehungsweise der Dichotomie von Kolonisator und kolonisiertem Subjekt aus postkolonialer Perspektive vorgestellt. Der theoretische Ausgangspunkt des Postkolonialismus, dass die kulturelle Identität ein diskursives Konstrukt ist, wird am Beispiel von Ernest Gelleners und Benedict Andersons dekonsrtuktivistischen Theorieansätzen über die Idee der Nation gezeigt. Im Anschluss wird mit dem Thema Diaspora die Brüchigkeit der nationalen Identität im Kontext der Migration erörtert, denn der Prozess der Entwurzelung führt zu einer Auseinandersetzung mit der Frage der nationalen Zugehörigkeit. In Anlehnung an Gilroys Werk The Black Atlantic: Modernity and Double Consciousness (1993), der die Auswirkungen der Diasporageschichte der Schwarzen auf ihre kulturelle Identität analysiert, wird der Prozess der kulturellen Hybridisierung veranschaulicht.

Anbieter: Orell Fuessli CH
Stand: 30.11.2020
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Die Derwischtrommel
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Arnold Höllriegels Bericht vom Mahdi-Aufstand und der Errichtung eines islamischen Staates im Sudan in den 1880er Jahren erinnert uns in vielem an unsere Gegenwart. Arnold Höllriegels originelles Mahdi-Epos ist eine literarische Auseinandersetzung mit dem alten Konflikt zwischen dem europäischem Selbstverständnis und dem orientalisch-afrikanischen Fremden. Die Derwischtrommel geht auf Höllriegels Sudan-Aufenthalt im Jahr 1929 zurück und ist Romanbiografie über eine historische Figur in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts, die mit Eindrücken aus dem Khartum der 1920er Jahre untermischt ist. Der charismatische Mahdi – ein von Gott Geleiteter in Mohammeds Nachfolge – Muhammad Achmad aus dem Sudan versetzte mit seiner religiös-endzeitlichen Massenbewegung und den militärischen Erfolgen über die ägyptischen Provinzgouverneure und die britischen Kolonialgeneräle das imperiale Europa in Angst und Schrecken: 1885 eroberten die Mahdisten Khartum und bis 1898 herrschte das sudanesische Kalifat, der islamische Gottesstaat. Es war die Geburt des Islam als politische Bewegung aus einem Aufstand gegen den Kolonialismus; auf dem Spiel stand die »Zivilisierung« Afrikas nach westlichen Maßstäben. Arnold Höllriegels literarische Auseinandersetzung mit dem Mahdi – mit dem Phänomen von Massenhysterie, Fanatismus und autokratischem Führertum – erschien als bibliophile Ausgabe 1931 mit beachtlichem Erfolg, geriet aber in Vergessenheit. Geschrieben im Stil einer rhythmisch-expressionistischen Reportage voller handlungspraller Episoden und modern erzählt im Zusammenspiel von Dialogen und Episoden aus den Berichten von Augenzeugen versucht Höllriegel, verschiedene Sichtweisen auf das historische Geschehen zu fassen. Er formuliert als sein Ziel, als Gegengewicht zu den verbreiteten Dämonisierungen der Person des Mahdi und seiner Bewegung Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. Der englischen Version im gleichen Jahr (1932 folgten die USA) schrieb Winston Churchill das Vorwort: Er hatte 1898 am Feldzug mit bis dahin beispielloser industrieller Kriegslogistik unter Horatio Herbert Kitchener gegen den Mahdi-Staat teilgenommen und darüber in The River War (1899) geschrieben – aus ganz anderer Perspektive und im Glauben, dass der Kulturkonflikt um den Islam welthistorisch beendet sei (AB-Band 282: Kreuzzug gegen das Reich des Mahdi).

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Stand: 30.11.2020
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Koloniales Erbe, Diaspora und die Problematik d...
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Magisterarbeit aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Romanistik - Spanische Sprache, Literatur, Landeskunde, Note: 1,7, Universität des Saarlandes, Sprache: Deutsch, Abstract: Seit dem letzten Jahrzehnt findet der Einfluss des Kolonialismus auf kulturelle Identitäten ehemaliger Kolonien im Bereich des Forschungsfeldes Postkolonialismus immer mehr Beachtung, wohin sich neue Sichtweisen und Perspektiven auf das Konzept der kulturellen Identität entwickelt haben. Auch die Wirkung der Migration auf die kulturelle Identität gehört zu einem vielfach diskutierten Thema des interdisziplinären Forschungsfeldes des Postkolonialismus. Junot Díazs Roman 'La maravillosa vida breve de Óscar Wao' (2007), der mit dem Pulitzer Preis ausgezeichnet wurde, zeigt welchen identitätsstiftenden Einfluss der koloniale Diskurs im modernen Zeitalter des 20. und 21. Jahrhunderts auf die kulturelle Identität der Dominikanischen Republik hat. Mit der diktatorischen Vergangenheit wird im Roman demonstriert wie der Kolonialismus die nationale Doktrin Trujillos entscheidend beeinflusst. Hierbei richtet sich die Kritik gegen die Diskriminierung und Ausgrenzung durch vergeschlechtliche und rassifizierte Identitäten. So stehen die Erfahrungen der ersten Generation der Familie symbolisch für die koloniale Vergangenheit der indigenen Einwohner und afrikanischen Sklaven. Inwiefern der Identitätsdiskurs durch den Prozess der Migration in die USA in einem neuen kulturellen Kontext verorten lässt, wird anhand der Erfahrungen der jüngeren Generation dargestellt. Der Roman spiegelt förmlich die postkoloniale Kritik berühmter Theoretiker wie Frantz Fanon, Edward Said, Homo Bhabha, Stuart Hall oder Paul Gilroy wider. So wird in dem Kapitel 2 Die Konzeptualisierung der kulturellen Identität zunächst die Entstehungsweise der Dichotomie von Kolonisator und kolonisiertem Subjekt aus postkolonialer Perspektive vorgestellt. Der theoretische Ausgangspunkt des Postkolonialismus, dass die kulturelle Identität ein diskursives Konstrukt ist, wird am Beispiel von Ernest Gelleners und Benedict Andersons dekonsrtuktivistischen Theorieansätzen über die Idee der Nation gezeigt. Im Anschluss wird mit dem Thema Diaspora die Brüchigkeit der nationalen Identität im Kontext der Migration erörtert, denn der Prozess der Entwurzelung führt zu einer Auseinandersetzung mit der Frage der nationalen Zugehörigkeit. In Anlehnung an Gilroys Werk The Black Atlantic: Modernity and Double Consciousness (1993), der die Auswirkungen der Diasporageschichte der Schwarzen auf ihre kulturelle Identität analysiert, wird der Prozess der kulturellen Hybridisierung veranschaulicht.

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