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Das heimliche Imperium
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Das Territorium der USA ist viel größer als die offzielle Landkarte zeigt. Der amerikanische Historiker Daniel Immerwahr entlarvt, wie es gelang, ein ganzes Weltreich zu errichten, ohne dass die Welt es merkte. Zu den Vereinigten Staaten gehörten (und gehören zum Teil bis heute) unter anderem: die Philippinen und Puerto Rico, verschiedene Inseln im Pazifik sowie Teile Samoas. Einst Kolonien oder zur Ausbeutung von Rohstoffen annektiert, wurden sie nach 1945 als Außengebiete der USA bezeichnet.In fesselnden Episoden schildert Immerwahr die Geschichte des verborgenen US-Imperialismus. Er schreibt über Menschenversuche in Puerto Rico, über den Spanisch-Amerikanischen Krieg auf den Philippinen, dem eine Million Menschen zum Opfer fielen, und über den Rohstoffraub im Pazifik. Um die dortigen Guano-Vorkommen abbauen zu können, erließ der US-Kongress 1856 ein Gesetz, nach dem US-Bürger unbewohnte Inseln für ihr Land annektieren konnten. Über 50 Inseln wurden damit dem US-Territorium hinzugefügt, einige davon sind bis heute unter amerikanischer Kontrolle.Ein spannend erzähltes Stück Weltgeschichte, das zeigt: Imperialismus und Globalisierung gehen bis heute Hand in Hand. Es ist Zeit, dass die Weltgemeinschaft den Kolonialismus endgültig überwindet.

Anbieter: buecher
Stand: 22.01.2021
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Religionswissenschaft
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What constitutes the field of religious studies? The 29 chapters in this introductory text offer an incisive look at the key approaches, methods, problems, and subjects that define contemporary academic research in the field of religious studies at universities in the German-speaking world. It provides a unique and polyphonic portrait of contemporary religious studies. The contributions are written in a clear, accessible style; an appendix with supplemental reading aids helps one to navigate the individual contributions.Dieses Studienbuch bietet eine vielstimmige Einführung in religionswissenschaftliches Arbeiten an deutschsprachigen Universitäten. Die 29 Kapitel geben forschungsnahe Einblicke in aktuelle Fragestellungen des Faches: Was ist Religion? Ist Religion eine europäische Erfindung? Was wissen wir über Religion in der Vorgeschichte? Wie schreibt man Religionsgeschichte unter den Vorzeichen von Kolonialismus und Globalisierung? Ist Religion Sache von Individuen? Verändert Religionswissenschaft ihren Gegenstand? Wie spricht die Religionswissenschaft über Engel und Götter? Ist Religionswissenschaft normativ? Engagieren sich Religionswissenschaftler im Dialog der Religionen? Sind Religion und Religionswissenschaft Männersache? Ist das Christentum Gegenstand der Religionswissenschaft? Sind Personenkulte Religion? Wo begegnet Religion in den Medien und im Alltag? Welche Rolle spielt die Religionswissenschaft für den Religionsunterricht? Wie ändert sich das Verhältnis von Religion und Medizin? Wie werden Religionen sinnlich fass- und wahrnehmbar (Klang, Materialität, Raum und Visualität)? Warum gibt es Konflikte um religiöse Bauwerke? Abgerundet wird der Band durch eine Einleitung und einen Anhang, der Leser/innen helfen soll, Gedankengänge der Beiträge zu rekonstruieren, Hintergrundwissen zu erarbeiten und Verbindungen zwischen den Kapiteln herzustellen.

Anbieter: buecher
Stand: 22.01.2021
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Religionswissenschaft
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What constitutes the field of religious studies? The 29 chapters in this introductory text offer an incisive look at the key approaches, methods, problems, and subjects that define contemporary academic research in the field of religious studies at universities in the German-speaking world. It provides a unique and polyphonic portrait of contemporary religious studies. The contributions are written in a clear, accessible style; an appendix with supplemental reading aids helps one to navigate the individual contributions.Dieses Studienbuch bietet eine vielstimmige Einführung in religionswissenschaftliches Arbeiten an deutschsprachigen Universitäten. Die 29 Kapitel geben forschungsnahe Einblicke in aktuelle Fragestellungen des Faches: Was ist Religion? Ist Religion eine europäische Erfindung? Was wissen wir über Religion in der Vorgeschichte? Wie schreibt man Religionsgeschichte unter den Vorzeichen von Kolonialismus und Globalisierung? Ist Religion Sache von Individuen? Verändert Religionswissenschaft ihren Gegenstand? Wie spricht die Religionswissenschaft über Engel und Götter? Ist Religionswissenschaft normativ? Engagieren sich Religionswissenschaftler im Dialog der Religionen? Sind Religion und Religionswissenschaft Männersache? Ist das Christentum Gegenstand der Religionswissenschaft? Sind Personenkulte Religion? Wo begegnet Religion in den Medien und im Alltag? Welche Rolle spielt die Religionswissenschaft für den Religionsunterricht? Wie ändert sich das Verhältnis von Religion und Medizin? Wie werden Religionen sinnlich fass- und wahrnehmbar (Klang, Materialität, Raum und Visualität)? Warum gibt es Konflikte um religiöse Bauwerke? Abgerundet wird der Band durch eine Einleitung und einen Anhang, der Leser/innen helfen soll, Gedankengänge der Beiträge zu rekonstruieren, Hintergrundwissen zu erarbeiten und Verbindungen zwischen den Kapiteln herzustellen.

Anbieter: buecher
Stand: 22.01.2021
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Inseln der Illusion
36,00 € *
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"Ich komme immer mehr zu der Überzeugung, daß es angenehmer ist, am Kaminfeuer zu reisen, als in der Wirklichkeit. Man erlebt weniger Enttäuschungen, und man kann sich seine Gesellschaft aussuchen."Die Südsee - eine weit entfernte, meist idealisierte Weltregion, wie die Reiseberichte von Bougainville, Forster und Stevenson zeigen. Auch Robert James Fletcher ist auf der Suche nach dem Paradies der unberührten Südsee, wie es Robert Louis Stevenson in seinen Büchern geschildert hat. Schon die Reise in das vermeintliche Paradies entpuppt sich als der Vorhof zur Hölle: Fletcher bewundert die Schönheit der Albatrosse und ist über das Abschlachten derselben zum Herstellen von Pastete entsetzt. Die Versicherung Albatrospastete sei eine Köstlichkeit, die das Töten der schönen und stolzen Vögel rechtfertigt, läßt ihn hoffen... um enttäuscht festzustellen, dass die Pastete an geschmacklicher Abscheulichkeit kaum zu überbieten ist...Im Jahr 1912 trifft er auf den Neuen Hebriden ein, einer Inselgruppe östlich von Australien und findet ein Leben, das weit davon entfernt ist, paradiesisch genannt zu werden: eine Gesellschaft, die vom Kolonialismus durchsetzt ist und von Händlern, Siedlern und Missionaren ruiniert wird. Daneben Mücken, Malaria, Fieberschübe und oft auch nur der örtlich angebaute Tabak. Das Thema der Desillusionierung, der Bitternis, der Einsamkeit, die nicht zuletzt der Grund für sein häufiges Briefeschreiben ist, durchziehen Fletchers Briefe: "Ich habe eine Kuh und ein kleines Fohlen, mit denen ich spreche. Das Fohlen stößt mich vor die Brust, wenn ich ihm erzähle, daß ich sehr unglücklich bin. Irgendwie hilft mir das ein bißchen."Zu denken, dass Fletcher aus diesen Gründen weniger überzeugt von der Überlegenheit seiner Rasse und insbesondere der Engländer ist, wäre falsch. Aber er hält sich als Reisender, nicht als Geschäftemacher und Ausbeuter dort auf, was sich in seinen Beschreibungen des alltäglichen Lebens niederschlägt: seine Erzählungen leben von der Schärfe, Authentizität und Schonungslosigkeit mit der er sowohl das Leben der Eingeborenen als auch der Kolonialherren betrachtet. Und: er verschont auch sich selbst mit seinem Sarkasmus nicht. Immer wieder schreibt er von der geplanten Rückkehr nach England, wägt das Hilfslehrerdasein in England gegen das Leben in der Südsee auf und bleibt doch aus mangelnder Entschlossenheit und vor allem aus Mangel an Geld: er schlägt sich durch, als Dolmetscher am Gerichtshof der von Frankreich und England gemeinsam verwalteten Kolonie, als Landvermesser, als Plantagenaufseher. Er bandelt mit einer eingeborenen Frau an, bekommt einen Sohn mit ihr, an den er große Erwartungen knüpft, die ebenso zerrinnen wie seine Hoffnungen in der Südsee die Schönheit als solche zu finden. Sie ist zum Greifen nah und haftet doch auch hier am Horizont.Mit literarischer Pointierung entwirft Fletcher das Kolonial- und Eingeborenenleben und entwirft in seinen Briefen ein einzigartig Werk der Tropenliteratur, die an den Reisenden Rimbaud denken lassen: ehrlich, sarkastisch und vor allem poetisch.

Anbieter: buecher
Stand: 22.01.2021
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Inseln der Illusion
37,00 € *
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"Ich komme immer mehr zu der Überzeugung, daß es angenehmer ist, am Kaminfeuer zu reisen, als in der Wirklichkeit. Man erlebt weniger Enttäuschungen, und man kann sich seine Gesellschaft aussuchen."Die Südsee - eine weit entfernte, meist idealisierte Weltregion, wie die Reiseberichte von Bougainville, Forster und Stevenson zeigen. Auch Robert James Fletcher ist auf der Suche nach dem Paradies der unberührten Südsee, wie es Robert Louis Stevenson in seinen Büchern geschildert hat. Schon die Reise in das vermeintliche Paradies entpuppt sich als der Vorhof zur Hölle: Fletcher bewundert die Schönheit der Albatrosse und ist über das Abschlachten derselben zum Herstellen von Pastete entsetzt. Die Versicherung Albatrospastete sei eine Köstlichkeit, die das Töten der schönen und stolzen Vögel rechtfertigt, läßt ihn hoffen... um enttäuscht festzustellen, dass die Pastete an geschmacklicher Abscheulichkeit kaum zu überbieten ist...Im Jahr 1912 trifft er auf den Neuen Hebriden ein, einer Inselgruppe östlich von Australien und findet ein Leben, das weit davon entfernt ist, paradiesisch genannt zu werden: eine Gesellschaft, die vom Kolonialismus durchsetzt ist und von Händlern, Siedlern und Missionaren ruiniert wird. Daneben Mücken, Malaria, Fieberschübe und oft auch nur der örtlich angebaute Tabak. Das Thema der Desillusionierung, der Bitternis, der Einsamkeit, die nicht zuletzt der Grund für sein häufiges Briefeschreiben ist, durchziehen Fletchers Briefe: "Ich habe eine Kuh und ein kleines Fohlen, mit denen ich spreche. Das Fohlen stößt mich vor die Brust, wenn ich ihm erzähle, daß ich sehr unglücklich bin. Irgendwie hilft mir das ein bißchen."Zu denken, dass Fletcher aus diesen Gründen weniger überzeugt von der Überlegenheit seiner Rasse und insbesondere der Engländer ist, wäre falsch. Aber er hält sich als Reisender, nicht als Geschäftemacher und Ausbeuter dort auf, was sich in seinen Beschreibungen des alltäglichen Lebens niederschlägt: seine Erzählungen leben von der Schärfe, Authentizität und Schonungslosigkeit mit der er sowohl das Leben der Eingeborenen als auch der Kolonialherren betrachtet. Und: er verschont auch sich selbst mit seinem Sarkasmus nicht. Immer wieder schreibt er von der geplanten Rückkehr nach England, wägt das Hilfslehrerdasein in England gegen das Leben in der Südsee auf und bleibt doch aus mangelnder Entschlossenheit und vor allem aus Mangel an Geld: er schlägt sich durch, als Dolmetscher am Gerichtshof der von Frankreich und England gemeinsam verwalteten Kolonie, als Landvermesser, als Plantagenaufseher. Er bandelt mit einer eingeborenen Frau an, bekommt einen Sohn mit ihr, an den er große Erwartungen knüpft, die ebenso zerrinnen wie seine Hoffnungen in der Südsee die Schönheit als solche zu finden. Sie ist zum Greifen nah und haftet doch auch hier am Horizont.Mit literarischer Pointierung entwirft Fletcher das Kolonial- und Eingeborenenleben und entwirft in seinen Briefen ein einzigartig Werk der Tropenliteratur, die an den Reisenden Rimbaud denken lassen: ehrlich, sarkastisch und vor allem poetisch.

Anbieter: buecher
Stand: 22.01.2021
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Wie das Iberoromanische das Niederländische dom...
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Studienarbeit aus dem Jahr 2020 im Fachbereich Romanistik - Fächerübergreifendes, Note: 2.0, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (Romanistik), Veranstaltung: Romantisch basierte Kreolsprachen, Sprache: Deutsch, Abstract: Papiamento trat erstmals in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts in Erscheinung und war bereits etwa ein Jahrhundert später ein gängiges Kommunikationsmittel vieler Mitglieder der weißen Oberschicht. Diese Tatsache bezeichnet Kramer als "Paradoxon" und er schreibt die Entwicklung u.a. der nicht vorhandenen Sprachloyalität der Niederländer zu. Ob (und wenn ja inwieweit) diese Behauptung in Bezug auf das Curaçao-Paradoxon zutrifft, soll in dieser Arbeit untersucht werden. Die noch immer zu den Niederlanden gehörende Antilleninsel Curaçao unterscheidet sich deutlich von den meisten (ehemaligen) europäischen Karibikkolonien. Denn während sich auf Jamaika, Haiti und Kuba die jeweilige oder eine kreolisierte Form derselben zur Hauptkommunikationssprache entwickelt hat, gelang dies dem Niederländischen auf Curaçao nicht. Obwohl die Voraussetzung für die Entstehung eines Idioms mit niederländischem Basiswortschatz gegeben war (denn ein Großteil der weißen Oberschicht auf Curaçao sprach Niederländisch), bildete sich stattdessen ein iberoromanisches Kreol heraus. Kramer geht davon aus, dass dieses Kreol (das Papiamento) aus einer portugiesischen Handelssprache entstanden ist, welche auf Curaçao als Verständigungssprache sowohl zwischen Niederländern und Sepharden als auch zwischen Herren und Sklaven fungierte.Um die Zusammenhänge so verständlich wie möglich darzulegen, werden zunächst einige historische Hintergründe veranschaulicht. Dazu gehören die Ziele und Rahmenbedingungen des niederländischen Kolonialismus: Es wird ein Überblick über die koloniale Expansion der Niederländer gegeben, mit Fokus auf die niederländische Westindien-Kompanie und den transatlantischen Sklavenhandel. Des Weiteren werden die sozioökonomischen Verhältnisse auf Curaçao geschildert. Im Anschluss wird der Begriff Sprachloyalität (bzw. Sprachilloyalität) erläutert und der Zusammenhang dieser Thematik mit der der Gruppenidentität. Es folgt die Präsentation einiger Faktoren, die die Sprachentwicklung auf der Insel begünstigt haben (sollen), zusammengeführt von Bart Jacobs, der sich mit der Thematik (im Gegensatz zu Kramer) intensiv auseinandergesetzt hat. Mit Blick auf diese Faktoren und die Historie des niederländischen Kolonialismus soll anschließend untersucht werden, ob das sogenannte Curaçao-Paradoxon tatsächlich darauf zurückzuführen ist, dass die Niederländer (zu der damaligen Zeit) keine Loyalität gegenüber ihrer Sprache besessen haben.

Anbieter: Dodax
Stand: 22.01.2021
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Die Auswirkungen der japanischen Kolonialherrsc...
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Bachelorarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Südasienkunde, Südostasienkunde, Note: 2,3, Ruhr-Universität Bochum, 36 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Arbeit "Die Auswirkungen der japanischen Kolonialherrschaft auf Korea als Wirtschaftsstandort" behandelt eine Kolonialismusthese, die aus zwei Antithesen besteht: Zum einen gehen die neo-marxistischen und strukturalistischen Verfechter davon aus, dass der Kolonialismus der Grund für die Unterentwicklung der Kolonien sei, und zum anderen gibt es Opponenten wie Rostow (1960), die behaupten, dass der Kolonialismus einen entwicklungsfördernden Effekt besitzt. Mit dieser Arbeit schließe ich mich der Meinung Rostows an und behaupte, dass Japan eine Basis für die positive wirtschaftliche Entwicklung in Korea geschaffen hat. Es gibt einige , die versuchen die Kolonialzeit als negativ darzustellen, indem sie behaupten, dass Korea gar keine Chance hatte sich selbständig zu entwickeln, da es sofort am Anfang ihrer eigenständigen Entwicklung von Japan annektiert wurde. Aber wie schon Eckert Carter schreibt: "Why bother?". Auch Herr Hemmer, der die Wirtschaftsprobleme von Entwicklungsländern analysiert hat, schreibt, dass bis heute ein Beweis dafür fehlt, dass ein Land beim Ausbleiben des Kolonialismus ein für die wirtschaftliche (aber auch gesellschaftliche und politische) Entwicklung günstigeres Klima hätte erreichen können, es sei denn, man definiert den Kolonialismus per se als Unterentwicklung. Dass die japanische Kolonialzeit brutal und repressiv gegen Korea war, will ich hier nicht widerlegen. Ich will nur aufzeigen, dass trotz aller Ausbeutung und Suppression die Fremdherrschaft auch positive Auswirkungen hatte.

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Stand: 22.01.2021
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Kafkas Kolonialismuskritik am Beispiel der Erzä...
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Bachelorarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2,3, Friedrich-Schiller-Universität Jena (Institut für Germanistische Literaturwissenschaft), Sprache: Deutsch, Abstract: "Was ist der Affe für den Menschen?"2 fragt Zarathustra. "Ein Gelächter oder eine schmerzliche Scham."3 Im Falle des Schimpansen Rotpeter ist er beides. Normalerweise erfreut er sein Publikum auf der Bühne des Varietés, doch plötzlich gibt man ihm die Möglichkeit sein wahres Können zu beweisen. Er soll berichten. Wie wurde der Affe zum Menschen? Darauf weiß er keine Antwort, doch er kann erklären, wie der Mensch zum Affen wurde. Als Franz Kafka im April 1917 seine Erzählung Ein Bericht für eine Akademie schreibt, tobt gerade der Erste Weltkrieg. Der 'Übermensch' war dabei sich selbst zu vernichten. Jahrzehnte zuvor feierte man noch den Sieg der Wissenschaft über die Religion und den eigenen Aufstieg zum Gott. Alles war jetzt möglich - auch das Schlimmste. Mit Hilfe 'wissenschaftlicher' Theorien legitimierte man die 'Verdrängung' fremder Völker. Die Barmherzigkeit hatte man abgelegt, denn für den Übermenschen ist "Mitleid die letzte Sünde"4. Ein Opfer dieser Ausbreitung ist Rotpeter, ein Affe aus Afrika. Er ist die Personifizierung des 'Schwarzen Mannes', der die scheinbar zivilisierte Menschheit anklagt und ihr das eigene "Affentum" (322) vor Augen hält. Es soll im Folgenden geklärt werden, wie es von dem Ideal der Aufklärung - der Freiheit und Gleichheit der Menschen - zur Ausrottung ganzer Völker kommen konnte. Dazu bedarf es eines knappen historischen Überblickes, der diesen Sinneswandel versucht zu ergründen. Diesem folgt der Bericht Rotpeters, der den Eurozentrismus jener Zeit umkehrt und eine vergessene Perspektive auf den Kolonialismus eröffnet: den Blick der Anderen.

Anbieter: Dodax
Stand: 22.01.2021
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Aimé Césaire zwischen Poesie und Politik
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Heute ist Martinique Teil von Frankreich. Die Auseinandersetzung mit der eigenen Identität und der kolonialen Vergangenheit macht die Insel in der Karibik zu einem besonderen Teil europäischer Geschichte. Aimé Césaire schreibt diese Geschichte in seiner surrealistischen Poesie neu und entwickelt ein neues Selbstverständnis dieser lang von Kolonialismus und Rassismus gedemütigten Gesellschaft. Es gelingt ihm, sein internationales Ansehen als Literat und europäischer Avantgardist auf die politische Sphäre Martiniques zu übertragen. So wird aus dem Poet ein Politiker. Dieses Buch versucht den Weg von Césaires "Négritude" zur "Créolité" nachzuvollziehen, aktuelle Stimmen einzufangen und somit die Entwicklung der Identitätsdiskurse auf Martinique darzustellen.

Anbieter: Dodax
Stand: 22.01.2021
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