Angebote zu "Positionierungen" (9 Treffer)

Kategorien

Shops

Putzen, Politik und Partizipation
26,00 € *
ggf. zzgl. Versand

Haushaltsarbeit stellt in Peru seit der Kolonialzeit eine der zentralen Zugangsmöglichkeiten zum Arbeitsmarkt für Frauen aus eroberten Bevölkerungsgruppen, aus den Anden und dem Amazonastiefland sowie aus den unteren sozio-ökonomischen und bildungsfernen Schichten dar. Haushaltsarbeit als Erwerbstätigkeit ist ein stark feminisierter und ethnisierter Bereich, der gesellschaftlich abgewertet und unsichtbar gemacht wird. In den wirkungsmächtigen Konsequenzen der im Gefüge des Kolonialismus errichteten und systematisierten Macht- und Herrschaftsmuster lassen sich diverse Ursachen der aktuellen Unterdrückungsmechanismen in der Haushaltsarbeit finden.Von den Haushaltsarbeiterinnen selbst wird Haushaltsarbeit als erster Schritt auf dem Weg zu besseren Arbeits- und Bildungsmöglichkeiten sowie zur Transformation des eigenen sozialen Status wahrgenommen. Dahingehend untersucht die vorliegende Studie die Entwicklung von Strategien, Perspektiven und Positionierungen zur Erweiterung des Handlungsspielraums der Haushaltsarbeiterinnen anhand der intersektionellen Analyse auf individueller, Struktur- und Repräsentationsebene.Das Datenmaterial der qualitativen Erhebungsmethode speist sich aus teilnehmender Beobachtung, Literaturrecherche sowie offenen, themenzentrierten Interviews.

Anbieter: buecher
Stand: 01.12.2020
Zum Angebot
Jean-Paul Sartres existenzialistische Positioni...
14,99 € *
ggf. zzgl. Versand

Studienarbeit aus dem Jahr 2018 im Fachbereich Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts, Note: 1,0, Universität Wien (Philosophie), Sprache: Deutsch, Abstract: Entlang der philosophischen Positionierungen Jean-Paul Sartres, dessen existenzialistischer Standpunkt auf dem Recht der Freiheit des Einzelnen fusst, lassen sich basale Grundstrukturen herauslesen, deren Aktualität ungebrochen scheint, und deren Strukturmodelle eine Hinterfragung grundsätzlicher Relationen impliziert. So ist es die Relation des einzelnen Individuums zu seiner Existenz, welches die relevante Konstellation zu Gruppen, Gemeinschaften, Solidarität und Engagement (mit-)bestimmt, so, wie die Reflexionsfähigkeit des einzelnen Individuums als Parameter für die Handlungskompetenz gesehen werden kann und in direkter Linie auch zur Hinterfragung des Informationsflusses führt, welcher das Einzelindividuum anspricht, um es mit dem kollektivem Geschehen zu vernetzen. Die Rolle des Flüchtenden umfasst im zeitgenössischen Kontext eine Art Potenzial zur Initialzündung von konfliktgeladenen Disputen, und sie wird paradigmatisch verkörpert von dem nicht zwangsläufig ausgehungerten Afrikaner, der vielleicht sogar Englisch versteht, vielleicht ein Handy besitzt, und nicht unbedingt dem tradierten Vorstellungsgebäude jener klassischen Figur entspricht. So sind es dann auch die Begegnungen auf hoher See, oder an den Randzonen und Inseln des Mittelmeeres, die exemplarisch stehen für die Begegnung zwischen gespaltenen und differenten Lebenswelten, deren Ungleichartigkeit eben gerade eine Hinterfragung der Strukturen und Positionen in Gang setzen muss. Ausgehend von Sartres Engagementbegriff, seinem Appell zu strikter Selbstverantwortung (welcher auch Flüchtende/Migranten einbezieht), und seiner kritischen Analyse des (Neo-)Kolonialismus, ist es der zentrale Moment der Hinterfragung des Fremden, bzw. der Andersheit, oder der Fremdheit des Fremden, innerhalb dessen sich das bewusste Selbst durch Ab- bzw. Eingrenzung gegenüber einem sog. Fremden konstituiert. Sartre bestimmte die Erfahrung der Selbstkonstituierung und Selbstobjektivierung als Vorgang, der durch den Blick des Anderen, quasi initiiert durch das Angeblickt-werden, erst ausgelöst wird, wobei er diese Analyse auf der Hegelschen Dialektik des An-sich, Für-sich und An-sich-Für-sich aufbaut. Der originär intersubjektiv gedachte Ansatz der Theorie des Blicks erfährt im Kontext virtueller Strukturen und globaler Vernetzung Inkonsistenzen, während zugleich die konkrete soziale Situation (pluraler Freiheitsbegriffe) immer mehr einer gemeinsamen Lebenswelt und ihrer kommunikativen Ressourcen entbehrt.

Anbieter: Dodax
Stand: 01.12.2020
Zum Angebot
Jean-Paul Sartres existenzialistische Positioni...
21,90 CHF *
zzgl. 3,50 CHF Versand

Studienarbeit aus dem Jahr 2018 im Fachbereich Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts / Gegenwart, Note: 1,0, Universität Wien (Philosophie), Sprache: Deutsch, Abstract: Entlang der philosophischen Positionierungen Jean-Paul Sartres, dessen existenzialistischer Standpunkt auf dem Recht der Freiheit des Einzelnen fusst, lassen sich basale Grundstrukturen herauslesen, deren Aktualität ungebrochen scheint, und deren Strukturmodelle eine Hinterfragung grundsätzlicher Relationen impliziert. So ist es die Relation des einzelnen Individuums zu seiner Existenz, welches die relevante Konstellation zu Gruppen, Gemeinschaften, Solidarität und Engagement (mit-)bestimmt, so, wie die Reflexionsfähigkeit des einzelnen Individuums als Parameter für die Handlungskompetenz gesehen werden kann und in direkter Linie auch zur Hinterfragung des Informationsflusses führt, welcher das Einzelindividuum anspricht, um es mit dem kollektivem Geschehen zu vernetzen. Die Rolle des Flüchtenden umfasst im zeitgenössischen Kontext eine Art Potenzial zur Initialzündung von konfliktgeladenen Disputen, und sie wird paradigmatisch verkörpert von dem nicht zwangsläufig ausgehungerten Afrikaner, der vielleicht sogar Englisch versteht, vielleicht ein Handy besitzt, und nicht unbedingt dem tradierten Vorstellungsgebäude jener klassischen Figur entspricht. So sind es dann auch die Begegnungen auf hoher See, oder an den Randzonen und Inseln des Mittelmeeres, die exemplarisch stehen für die Begegnung zwischen gespaltenen und differenten Lebenswelten, deren Ungleichartigkeit eben gerade eine Hinterfragung der Strukturen und Positionen in Gang setzen muss. Ausgehend von Sartres Engagementbegriff, seinem Appell zu strikter Selbstverantwortung (welcher auch Flüchtende/Migranten einbezieht), und seiner kritischen Analyse des (Neo-)Kolonialismus, ist es der zentrale Moment der Hinterfragung des Fremden, bzw. der Andersheit, oder der Fremdheit des Fremden, innerhalb dessen sich das bewusste Selbst durch Ab- bzw. Eingrenzung gegenüber einem sog. Fremden konstituiert. Sartre bestimmte die Erfahrung der Selbstkonstituierung und Selbstobjektivierung als Vorgang, der durch den Blick des Anderen, quasi initiiert durch das Angeblickt-werden, erst ausgelöst wird, wobei er diese Analyse auf der Hegelschen Dialektik des An-sich, Für-sich und An-sich-Für-sich aufbaut. Der originär intersubjektiv gedachte Ansatz der Theorie des Blicks erfährt im Kontext virtueller Strukturen und globaler Vernetzung Inkonsistenzen, während zugleich die konkrete soziale Situation (pluraler Freiheitsbegriffe) immer mehr einer gemeinsamen Lebenswelt und ihrer kommunikativen Ressourcen entbehrt.

Anbieter: Orell Fuessli CH
Stand: 01.12.2020
Zum Angebot
Maskeraden des (Post-)Kolonialismus
55,90 CHF *
ggf. zzgl. Versand

Die inszenierte Unter-Repräsentation der Anderen kann als ein grundlegendes Kennzeichen der Literatur gelten, die im Zuge der deutschen Kolonialbestrebungen in Afrika, der Südsee und China verfasst wurde. Die Kolonisatoren werden als individualisierte Figuren gezeichnet, während die Kolonisierten als amorphe Masse oder typisierte Vertreter eines Kollektivs erscheinen. Doch nicht nur das: Die Inszenierung der indigenen Bevölkerung als blass bleibender Hintergrund für die Problematiken deutscher Siedler, Missionare, Mediziner, Krankenschwestern und Soldaten setzt sich in zahlreichen Romanen, die nach dem Ende der deutschen Kolonialzeit entstanden sind, wie auch in Filmen und Fernsehformaten bis heute fort. Die Beiträge des Bandes fragen nach diesen Formen der Maskerade als komplexe Verfahren der Verbergung von Angst, Aggression und Begehren, um Aufschluss darüber zu gewinnen, mit welchen Strategien hegemoniale Positionierungen und damit einhergehende kulturelle Differenzzuschreibungen legitimiert wurden und weiterhin werden. O. Gutjahr / S. Hermes: Maskeraden des (Post) Kolonialismus. Einleitung – B. Kundrus: Spurensuche. Der deutsche Kolonialismus in kulturgeschichtlicher Perspektive – O. Gutjahr: Koloniale Interkulturalität. Vom ,Tropenkoller‘ und den Maskeraden der Fremdzuschreibung im Werk Frieda von Bülows – M. Brehl: ,Grenzläufer‘ und ,Mischlinge‘. Abgrenzung und Entgrenzung kollektiver Identitäten in der deutschen Kolonialliteratur – S. Benninghoff-Lühl: Die Masken des schwarz-weiss-roten Todes. Verlebendigungen in der frühen deutschen Kolonialliteratur und in Thomas Pynchons V. – A. Honold: Menschenfresser und Hungerkünstler. Schaustellungen des Fremden in der deutschen Kolonialzeit – K. R. Scherpe: Szenarien des Kolonialismus in den Medien des deutschen Kaiserreichs – A. Dunker: „Durch die Wüste undsoweiter“. Orient, Orientalismus und der deutsche Kolonialismus der Phantasie – C. Weller: Liebe und Arbeit. Zu Überfluss und Mangel im pazifischen Beziehungsgeflecht – Y. Lü: Authentizität und Maskerade. Erzählstrategien in China-Romanen Paul Lindenbergs – S. Hermes: ,Leere Räume‘ – ,treue Neger‘. Der literarische Kolonialrevanchismus in der Weimarer Republik und im ,Dritten Reich‘ (Hans Grimm, Adolf Kaempffer) – M. Holdenried: Neukartierungen deutscher Kolonialgebiete. Postkoloniale Schreibweisen in Uwe Timms Roman Morenga – H. Bay: Vom Waterberg nach Auschwitz? Kolonialkrieg in der Gegenwartsliteratur – W. Struck: Reenacting Colonialism. Die Wiederkehr des Kolonialismus als Melodram – E. Annuss: Für immer unser Afrika. Zur neokolonialen Modernisierung des deutschen Heimatfilms – Auswahlbibliographie: Forschungsarbeiten zur Geschichte, Kultur und Literatur des (deutschen) Kolonialismus – Zu den Autorinnen und Autoren

Anbieter: Orell Fuessli CH
Stand: 01.12.2020
Zum Angebot
Geschichte und Translation im kolonialen Mexiko
34,90 CHF *
ggf. zzgl. Versand

Geschichtsschreibung nicht nur als Konstrukt und als Ergebnis einer Auseinandersetzung mit widerstreitenden Deutungen der Vergangenheit zu betrachten, sondern auch als Prozess der Übersetzung historischer Überlieferungstraditionen, erweist sich für das Verständnis von Chroniken der mexikanischen Kolonialzeit als unumgänglich. Die vorliegende Arbeit untersucht anhand dreier indigener bzw. mestizischer Geschichtsschreiber, Fernando de Alva Ixtlilxochitl, Diego Muñoz Camargo und Hernando Alvarado Tezozomoc, die narrativen Strategien, um die Zeit vor der Eroberung Mexikos aufzuarbeiten. Die Autoren müssen sich dabei nicht nur mit hegemonialen Diskursen des spanischen Kolonialismus auseinandersetzen, sondern auch mit dem zunehmenden Verlust bzw. dem Unverständlichwerden der indigenen Überlieferungen. Daher ist auch Gegenstand der Untersuchung, wie sie ihre eigene Rolle als 'Bewahrer' historischen Wissens reflektieren. Dabei geben sie Aufschluss über die vielfältigen und durchaus widersprüchlichen kulturellen Positionierungen, die koloniale Subjekte als Träger der historischen Überlieferung in Neuspanien einnehmen können. Geschichtsschreibung kann damit nicht als Repräsentation einer als gegeben gedachten 'historischen Realität' verstanden werden. Vielmehr wird die Vergangenheit im Schreibakt erst hergestellt.

Anbieter: Orell Fuessli CH
Stand: 01.12.2020
Zum Angebot
Jean-Paul Sartres existenzialistische Positioni...
15,50 € *
zzgl. 3,00 € Versand

Studienarbeit aus dem Jahr 2018 im Fachbereich Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts / Gegenwart, Note: 1,0, Universität Wien (Philosophie), Sprache: Deutsch, Abstract: Entlang der philosophischen Positionierungen Jean-Paul Sartres, dessen existenzialistischer Standpunkt auf dem Recht der Freiheit des Einzelnen fusst, lassen sich basale Grundstrukturen herauslesen, deren Aktualität ungebrochen scheint, und deren Strukturmodelle eine Hinterfragung grundsätzlicher Relationen impliziert. So ist es die Relation des einzelnen Individuums zu seiner Existenz, welches die relevante Konstellation zu Gruppen, Gemeinschaften, Solidarität und Engagement (mit-)bestimmt, so, wie die Reflexionsfähigkeit des einzelnen Individuums als Parameter für die Handlungskompetenz gesehen werden kann und in direkter Linie auch zur Hinterfragung des Informationsflusses führt, welcher das Einzelindividuum anspricht, um es mit dem kollektivem Geschehen zu vernetzen. Die Rolle des Flüchtenden umfasst im zeitgenössischen Kontext eine Art Potenzial zur Initialzündung von konfliktgeladenen Disputen, und sie wird paradigmatisch verkörpert von dem nicht zwangsläufig ausgehungerten Afrikaner, der vielleicht sogar Englisch versteht, vielleicht ein Handy besitzt, und nicht unbedingt dem tradierten Vorstellungsgebäude jener klassischen Figur entspricht. So sind es dann auch die Begegnungen auf hoher See, oder an den Randzonen und Inseln des Mittelmeeres, die exemplarisch stehen für die Begegnung zwischen gespaltenen und differenten Lebenswelten, deren Ungleichartigkeit eben gerade eine Hinterfragung der Strukturen und Positionen in Gang setzen muss. Ausgehend von Sartres Engagementbegriff, seinem Appell zu strikter Selbstverantwortung (welcher auch Flüchtende/Migranten einbezieht), und seiner kritischen Analyse des (Neo-)Kolonialismus, ist es der zentrale Moment der Hinterfragung des Fremden, bzw. der Andersheit, oder der Fremdheit des Fremden, innerhalb dessen sich das bewusste Selbst durch Ab- bzw. Eingrenzung gegenüber einem sog. Fremden konstituiert. Sartre bestimmte die Erfahrung der Selbstkonstituierung und Selbstobjektivierung als Vorgang, der durch den Blick des Anderen, quasi initiiert durch das Angeblickt-werden, erst ausgelöst wird, wobei er diese Analyse auf der Hegelschen Dialektik des An-sich, Für-sich und An-sich-Für-sich aufbaut. Der originär intersubjektiv gedachte Ansatz der Theorie des Blicks erfährt im Kontext virtueller Strukturen und globaler Vernetzung Inkonsistenzen, während zugleich die konkrete soziale Situation (pluraler Freiheitsbegriffe) immer mehr einer gemeinsamen Lebenswelt und ihrer kommunikativen Ressourcen entbehrt.

Anbieter: Thalia AT
Stand: 01.12.2020
Zum Angebot
Maskeraden des (Post-)Kolonialismus
41,00 € *
ggf. zzgl. Versand

Die inszenierte Unter-Repräsentation der Anderen kann als ein grundlegendes Kennzeichen der Literatur gelten, die im Zuge der deutschen Kolonialbestrebungen in Afrika, der Südsee und China verfasst wurde. Die Kolonisatoren werden als individualisierte Figuren gezeichnet, während die Kolonisierten als amorphe Masse oder typisierte Vertreter eines Kollektivs erscheinen. Doch nicht nur das: Die Inszenierung der indigenen Bevölkerung als blass bleibender Hintergrund für die Problematiken deutscher Siedler, Missionare, Mediziner, Krankenschwestern und Soldaten setzt sich in zahlreichen Romanen, die nach dem Ende der deutschen Kolonialzeit entstanden sind, wie auch in Filmen und Fernsehformaten bis heute fort. Die Beiträge des Bandes fragen nach diesen Formen der Maskerade als komplexe Verfahren der Verbergung von Angst, Aggression und Begehren, um Aufschluss darüber zu gewinnen, mit welchen Strategien hegemoniale Positionierungen und damit einhergehende kulturelle Differenzzuschreibungen legitimiert wurden und weiterhin werden. O. Gutjahr / S. Hermes: Maskeraden des (Post) Kolonialismus. Einleitung – B. Kundrus: Spurensuche. Der deutsche Kolonialismus in kulturgeschichtlicher Perspektive – O. Gutjahr: Koloniale Interkulturalität. Vom ,Tropenkoller‘ und den Maskeraden der Fremdzuschreibung im Werk Frieda von Bülows – M. Brehl: ,Grenzläufer‘ und ,Mischlinge‘. Abgrenzung und Entgrenzung kollektiver Identitäten in der deutschen Kolonialliteratur – S. Benninghoff-Lühl: Die Masken des schwarz-weiß-roten Todes. Verlebendigungen in der frühen deutschen Kolonialliteratur und in Thomas Pynchons V. – A. Honold: Menschenfresser und Hungerkünstler. Schaustellungen des Fremden in der deutschen Kolonialzeit – K. R. Scherpe: Szenarien des Kolonialismus in den Medien des deutschen Kaiserreichs – A. Dunker: „Durch die Wüste undsoweiter“. Orient, Orientalismus und der deutsche Kolonialismus der Phantasie – C. Weller: Liebe und Arbeit. Zu Überfluss und Mangel im pazifischen Beziehungsgeflecht – Y. Lü: Authentizität und Maskerade. Erzählstrategien in China-Romanen Paul Lindenbergs – S. Hermes: ,Leere Räume‘ – ,treue Neger‘. Der literarische Kolonialrevanchismus in der Weimarer Republik und im ,Dritten Reich‘ (Hans Grimm, Adolf Kaempffer) – M. Holdenried: Neukartierungen deutscher Kolonialgebiete. Postkoloniale Schreibweisen in Uwe Timms Roman Morenga – H. Bay: Vom Waterberg nach Auschwitz? Kolonialkrieg in der Gegenwartsliteratur – W. Struck: Reenacting Colonialism. Die Wiederkehr des Kolonialismus als Melodram – E. Annuß: Für immer unser Afrika. Zur neokolonialen Modernisierung des deutschen Heimatfilms – Auswahlbibliographie: Forschungsarbeiten zur Geschichte, Kultur und Literatur des (deutschen) Kolonialismus – Zu den Autorinnen und Autoren

Anbieter: Thalia AT
Stand: 01.12.2020
Zum Angebot
Geschichte und Translation im kolonialen Mexiko
29,99 € *
ggf. zzgl. Versand

Geschichtsschreibung nicht nur als Konstrukt und als Ergebnis einer Auseinandersetzung mit widerstreitenden Deutungen der Vergangenheit zu betrachten, sondern auch als Prozess der Übersetzung historischer Überlieferungstraditionen, erweist sich für das Verständnis von Chroniken der mexikanischen Kolonialzeit als unumgänglich. Die vorliegende Arbeit untersucht anhand dreier indigener bzw. mestizischer Geschichtsschreiber, Fernando de Alva Ixtlilxochitl, Diego Muñoz Camargo und Hernando Alvarado Tezozomoc, die narrativen Strategien, um die Zeit vor der Eroberung Mexikos aufzuarbeiten. Die Autoren müssen sich dabei nicht nur mit hegemonialen Diskursen des spanischen Kolonialismus auseinandersetzen, sondern auch mit dem zunehmenden Verlust bzw. dem Unverständlichwerden der indigenen Überlieferungen. Daher ist auch Gegenstand der Untersuchung, wie sie ihre eigene Rolle als 'Bewahrer' historischen Wissens reflektieren. Dabei geben sie Aufschluss über die vielfältigen und durchaus widersprüchlichen kulturellen Positionierungen, die koloniale Subjekte als Träger der historischen Überlieferung in Neuspanien einnehmen können. Geschichtsschreibung kann damit nicht als Repräsentation einer als gegeben gedachten 'historischen Realität' verstanden werden. Vielmehr wird die Vergangenheit im Schreibakt erst hergestellt.

Anbieter: Thalia AT
Stand: 01.12.2020
Zum Angebot