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Kongo Blues
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"Mit leiser Traurigkeit und fesselnder Empathie führt uns Kongo Blues direkt in das schmerzvolle Innere des Kolonialismus." Francesca MelandriMorgan ist Jazzpianist und verdient sein Geld mit gelegentlichen Konzerten in Brüsseler Bars. An seine Kindheit in den Tropen kann er sich kaum erinnern.Als er am ersten Tag des Jahres 1988 von einem Silvesterkonzert nach Hause kommt, findet er eine elegante junge Frau im schwarzen Abendkleid schlafend in der Nähe seines Hauses liegen. Sie würde erfrieren, wenn er sie liegenließe, also denkt er nicht lange nach und trägt sie vorsichtig in seine Wohnung. Sie schläft tief und fest, und als er sie vorsichtig ablegt, fällt ein Umschlag mit einer Million Belgischer Franken aus ihrer Tasche.Als sie am nächsten Morgen zu sich kommt, verrät sie nicht, wer sie ist. Sie geht, aber sie kommt wieder und zieht mit zwei Koffern bei ihm ein, angeblich, weil in Brüssel alle Hotels ausgebucht sind. Ist ihr Zusammentreffen womöglich gar nicht so zufällig, wie es schien? Morgan beginnt, Erkundigungen über Simona einzuholen ..."Gelähmte Melancholie, Wunden kolonialer Herkunft. Starker Sound." Tobias Gohlis, Krimibestenliste April 2019"Ein stilles, kleines Meisterwerk." Thomas Wörtche, Buchkultur

Anbieter: buecher
Stand: 26.10.2020
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Kongo Blues
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"Mit leiser Traurigkeit und fesselnder Empathie führt uns Kongo Blues direkt in das schmerzvolle Innere des Kolonialismus." Francesca MelandriMorgan ist Jazzpianist und verdient sein Geld mit gelegentlichen Konzerten in Brüsseler Bars. An seine Kindheit in den Tropen kann er sich kaum erinnern.Als er am ersten Tag des Jahres 1988 von einem Silvesterkonzert nach Hause kommt, findet er eine elegante junge Frau im schwarzen Abendkleid schlafend in der Nähe seines Hauses liegen. Sie würde erfrieren, wenn er sie liegenließe, also denkt er nicht lange nach und trägt sie vorsichtig in seine Wohnung. Sie schläft tief und fest, und als er sie vorsichtig ablegt, fällt ein Umschlag mit einer Million Belgischer Franken aus ihrer Tasche.Als sie am nächsten Morgen zu sich kommt, verrät sie nicht, wer sie ist. Sie geht, aber sie kommt wieder und zieht mit zwei Koffern bei ihm ein, angeblich, weil in Brüssel alle Hotels ausgebucht sind. Ist ihr Zusammentreffen womöglich gar nicht so zufällig, wie es schien? Morgan beginnt, Erkundigungen über Simona einzuholen ..."Gelähmte Melancholie, Wunden kolonialer Herkunft. Starker Sound." Tobias Gohlis, Krimibestenliste April 2019"Ein stilles, kleines Meisterwerk." Thomas Wörtche, Buchkultur

Anbieter: buecher
Stand: 26.10.2020
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Kongo Blues
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"Mit leiser Traurigkeit und fesselnder Empathie führt uns Kongo Blues direkt in das schmerzvolle Innere des Kolonialismus." Francesca MelandriMorgan ist Jazzpianist und verdient sein Geld mit gelegentlichen Konzerten in Brüsseler Bars. An seine Kindheit in den Tropen kann er sich kaum erinnern.Als er am ersten Tag des Jahres 1988 von einem Silvesterkonzert nach Hause kommt, findet er eine elegante junge Frau im schwarzen Abendkleid schlafend in der Nähe seines Hauses liegen. Sie würde erfrieren, wenn er sie liegenließe, also denkt er nicht lange nach und trägt sie vorsichtig in seine Wohnung. Sie schläft tief und fest, und als er sie vorsichtig ablegt, fällt ein Umschlag mit einer Million Belgischer Franken aus ihrer Tasche.Als sie am nächsten Morgen zu sich kommt, verrät sie nicht, wer sie ist. Sie geht, aber sie kommt wieder und zieht mit zwei Koffern bei ihm ein, angeblich, weil in Brüssel alle Hotels ausgebucht sind. Ist ihr Zusammentreffen womöglich gar nicht so zufällig, wie es schien? Morgan beginnt, Erkundigungen über Simona einzuholen ..."Gelähmte Melancholie, Wunden kolonialer Herkunft. Starker Sound." Tobias Gohlis, Krimibestenliste April 2019"Ein stilles, kleines Meisterwerk." Thomas Wörtche, Buchkultur

Anbieter: Dodax
Stand: 26.10.2020
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Inseln der Illusion
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"Ich komme immer mehr zu der Überzeugung, daß es angenehmer ist, am Kaminfeuer zu reisen, als in der Wirklichkeit. Man erlebt weniger Enttäuschungen, und man kann sich seine Gesellschaft aussuchen."Die Südsee - eine weit entfernte, meist idealisierte Weltregion, wie die Reiseberichte von Bougainville, Forster und Stevenson zeigen. Auch Robert James Fletcher ist auf der Suche nach dem Paradies der unberührten Südsee, wie es Robert Louis Stevenson in seinen Büchern geschildert hat. Schon die Reise in das vermeintliche Paradies entpuppt sich als der Vorhof zur Hölle: Fletcher bewundert die Schönheit der Albatrosse und ist über das Abschlachten derselben zum Herstellen von Pastete entsetzt. Die Versicherung Albatrospastete sei eine Köstlichkeit, die das Töten der schönen und stolzen Vögel rechtfertigt, läßt ihn hoffen... um enttäuscht festzustellen, dass die Pastete an geschmacklicher Abscheulichkeit kaum zu überbieten ist...Im Jahr 1912 trifft er auf den Neuen Hebriden ein, einer Inselgruppe östlich von Australien und findet ein Leben, das weit davon entfernt ist, paradiesisch genannt zu werden: eine Gesellschaft, die vom Kolonialismus durchsetzt ist und von Händlern, Siedlern und Missionaren ruiniert wird. Daneben Mücken, Malaria, Fieberschübe und oft auch nur der örtlich angebaute Tabak. Das Thema der Desillusionierung, der Bitternis, der Einsamkeit, die nicht zuletzt der Grund für sein häufiges Briefeschreiben ist, durchziehen Fletchers Briefe: "Ich habe eine Kuh und ein kleines Fohlen, mit denen ich spreche. Das Fohlen stößt mich vor die Brust, wenn ich ihm erzähle, daß ich sehr unglücklich bin. Irgendwie hilft mir das ein bißchen."Zu denken, dass Fletcher aus diesen Gründen weniger überzeugt von der Überlegenheit seiner Rasse und insbesondere der Engländer ist, wäre falsch. Aber er hält sich als Reisender, nicht als Geschäftemacher und Ausbeuter dort auf, was sich in seinen Beschreibungen des alltäglichen Lebens niederschlägt: seine Erzählungen leben von der Schärfe, Authentizität und Schonungslosigkeit mit der er sowohl das Leben der Eingeborenen als auch der Kolonialherren betrachtet. Und: er verschont auch sich selbst mit seinem Sarkasmus nicht. Immer wieder schreibt er von der geplanten Rückkehr nach England, wägt das Hilfslehrerdasein in England gegen das Leben in der Südsee auf und bleibt doch aus mangelnder Entschlossenheit und vor allem aus Mangel an Geld: er schlägt sich durch, als Dolmetscher am Gerichtshof der von Frankreich und England gemeinsam verwalteten Kolonie, als Landvermesser, als Plantagenaufseher. Er bandelt mit einer eingeborenen Frau an, bekommt einen Sohn mit ihr, an den er große Erwartungen knüpft, die ebenso zerrinnen wie seine Hoffnungen in der Südsee die Schönheit als solche zu finden. Sie ist zum Greifen nah und haftet doch auch hier am Horizont.Mit literarischer Pointierung entwirft Fletcher das Kolonial- und Eingeborenenleben und entwirft in seinen Briefen ein einzigartig Werk der Tropenliteratur, die an den Reisenden Rimbaud denken lassen: ehrlich, sarkastisch und vor allem poetisch.

Anbieter: Dodax
Stand: 26.10.2020
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Inseln der Illusion. Briefe aus der Südsee
49,90 CHF *
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'Ich komme immer mehr zu der Überzeugung, dass es angenehmer ist, am Kaminfeuer zu reisen, als in der Wirklichkeit. Man erlebt weniger Enttäuschungen, und man kann sich seine Gesellschaft aussuchen.' Die Südsee - eine weit entfernte, meist idealisierte Weltregion, wie die Reiseberichte von Bougainville, Forster und Stevenson zeigen. Auch Robert James Fletcher ist auf der Suche nach dem Paradies der unberührten Südsee, wie es Robert Louis Stevenson in seinen Büchern geschildert hat. Schon die Reise in das vermeintliche Paradies entpuppt sich als der Vorhof zur Hölle: Fletcher bewundert die Schönheit der Albatrosse und ist über das Abschlachten derselben zum Herstellen von Pastete entsetzt. Die Versicherung Albatrospastete sei eine Köstlichkeit, die das Töten der schönen und stolzen Vögel rechtfertigt, lässt ihn hoffen. um enttäuscht festzustellen, dass die Pastete an geschmacklicher Abscheulichkeit kaum zu überbieten ist. Im Jahr 1912 trifft er auf den Neuen Hebriden ein, einer Inselgruppe östlich von Australien und findet ein Leben, das weit davon entfernt ist, paradiesisch genannt zu werden: eine Gesellschaft, die vom Kolonialismus durchsetzt ist und von Händlern, Siedlern und Missionaren ruiniert wird. Daneben Mücken, Malaria, Fieberschübe und oft auch nur der örtlich angebaute Tabak. Das Thema der Desillusionierung, der Bitternis, der Einsamkeit, die nicht zuletzt der Grund für sein häufiges Briefeschreiben ist, durchziehen Fletchers Briefe: 'Ich habe eine Kuh und ein kleines Fohlen, mit denen ich spreche. Das Fohlen stösst mich vor die Brust, wenn ich ihm erzähle, dass ich sehr unglücklich bin. Irgendwie hilft mir das ein bisschen.' Zu denken, dass Fletcher aus diesen Gründen weniger überzeugt von der Überlegenheit seiner Rasse und insbesondere der Engländer ist, wäre falsch. Aber er hält sich als Reisender, nicht als Geschäftemacher und Ausbeuter dort auf, was sich in seinen Beschreibungen des alltäglichen Lebens niederschlägt: seine Erzählungen leben von der Schärfe, Authentizität und Schonungslosigkeit mit der er sowohl das Leben der Eingeborenen als auch der Kolonialherren betrachtet. Und: er verschont auch sich selbst mit seinem Sarkasmus nicht. Immer wieder schreibt er von der geplanten Rückkehr nach England, wägt das Hilfslehrerdasein in England gegen das Leben in der Südsee auf und bleibt doch aus mangelnder Entschlossenheit und vor allem aus Mangel an Geld: er schlägt sich durch, als Dolmetscher am Gerichtshof der von Frankreich und England gemeinsam verwalteten Kolonie, als Landvermesser, als Plantagenaufseher. Er bandelt mit einer eingeborenen Frau an, bekommt einen Sohn mit ihr, an den er grosse Erwartungen knüpft, die ebenso zerrinnen wie seine Hoffnungen in der Südsee die Schönheit als solche zu finden. Sie ist zum Greifen nah und haftet doch auch hier am Horizont. Mit literarischer Pointierung entwirft Fletcher das Kolonial- und Eingeborenenleben und entwirft in seinen Briefen ein einzigartig Werk der Tropenliteratur, die an den Reisenden Rimbaud denken lassen: ehrlich, sarkastisch und vor allem poetisch.

Anbieter: Orell Fuessli CH
Stand: 26.10.2020
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Kongo Blues
27,90 CHF *
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»Mit leiser Traurigkeit und fesselnder Empathie führt uns ›Kongo Blues‹ direkt in das schmerzvolle Innere des Kolonialismus.« Francesca Melandri Morgan ist Jazzpianist und verdient sein Geld mit gelegentlichen Konzerten in Brüsseler Bars. An seine Kindheit in den Tropen kann er sich kaum erinnern. Als er am ersten Tag des Jahres 1988 von einem Silvesterkonzert nach Hause kommt, findet er eine elegante junge Frau im schwarzen Abendkleid schlafend in der Nähe seines Hauses liegen. Sie würde erfrieren, wenn er sie liegenliesse, also denkt er nicht lange nach und trägt sie vorsichtig in seine Wohnung. Sie schläft tief und fest, und als er sie vorsichtig ablegt, fällt ein Umschlag mit einer Million Belgischer Franken aus ihrer Tasche. Als sie am nächsten Morgen zu sich kommt, verrät sie nicht, wer sie ist. Sie geht, aber sie kommt wieder und zieht mit zwei Koffern bei ihm ein, angeblich, weil in Brüssel alle Hotels ausgebucht sind. Ist ihr Zusammentreffen womöglich gar nicht so zufällig, wie es schien? Morgan beginnt, Erkundigungen über Simona einzuholen … »Gelähmte Melancholie, Wunden kolonialer Herkunft. Starker Sound.« Tobias Gohlis, Krimibestenliste April 2019 »Ein stilles, kleines Meisterwerk.« Thomas Wörtche, Buchkultur

Anbieter: Orell Fuessli CH
Stand: 26.10.2020
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Die deutsche Medizin erobert Togo: Beispiel des...
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In der Hochphase des Imperialismus wurde der afrikanische Kontinent unter den Westeuropäern aufgeteilt. Das Deutsche Kaiserreich nahm 1884 einen unwirtlichen Küstenstreifen zwischen der britischen Kolonie Goldküste und dem französischen Dahomey in Besitz und errichtete dort ihre sehr direkte Herrschaft. Bereits zehn Jahre später wurde im heutigen Anécho ein kleines deutsches Regierungskrankenhaus eröffnet. Es war das erste deutsche Krankenhaus in den afrikanischen Kolonialgebieten überhaupt und beeinflusste die Architektur und den Betrieb späterer, grösserer Häuser in Deutsch-Ostafrika und Kamerun. Die Zeit des Kolonialismus fiel mit dem Erblühen der naturwissenschaftlichen Medizin zusammen, was die Frage aufwirft, wieviel 'moderne Medizin' denn 'an den Rand der Welt' exportiert wurde und wie solche Veränderungen auf die ortansässige Bevölkerung wirkten. Denn diese war auch vorher medizinisch nicht gänzlich unversorgt geblieben. Vielmehr bestand vor der Kolonisation ein dichtes Netz an lokalen Heilkundigen, deren Grundlage eine in der Bevölkerung tief verwurzelte animistisch-religiöse Weltanschauung war. Das Buch will die Aufgaben und das Wirken von Ärzten und Pflegepersonal des Krankenhauses von seinen Anfängen bis zur Aufgabe der deutschen Kolonie Togo - von 1884 bis1914 - verfolgen und sie in den Kontext einer gewaltbereiten Epoche stellen. Waren die medizinischen Akteure machtbesessene Agressoren, die im 'Grosslabor Togo' unethische wissenschaftliche Feldversuche zum eigenen Ruhme durchführten, waren sie womöglich eine „conditio sine qua non“ der deutsche Kolonialismus in Togo kläglich gescheitert wäre, oder waren sie doch eher Ärzte und Krankenpflegekräfte, die entsprechend ihrer Ausbildung bemüht waren, Leiden zu lindern? Für die Beurteilung „moderner Begriffe“ wie Imperialismus und Kolonisation wurde auf zeitgenössische Autoren zurückgegriffen. Als „Stimmen aus der Kaiserzeit“ wurde eine Reihe von zeitgenössischen Autoren herangezogen. Nur so wurde es möglich, das Weltbild der Originalakteure von dem Mantel der Urteile, die wir in den letzten hundert Jahren über die deutsche Kolonialpolitik angehäuft haben, zu befreien. Der Leser möge immer bedenken, dass nur der das Handeln von Menschen einer anderen Epoche verstehen kann, der bereit ist, sich in deren Denk- und Verhaltensmuster hineinzuversetzen. „Sie hätten es doch besser wissen müssen“-Schuldzuweisungen sind hier kontraproduktiv und spiegeln nicht das damalige Denken wieder.

Anbieter: Orell Fuessli CH
Stand: 26.10.2020
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Die deutsche Medizin erobert Togo: Beispiel des...
25,90 CHF *
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Magisterarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Geschichte Europa - Deutschland - 1848, Kaiserreich, Imperialismus, Note: 2,0, FernUniversität Hagen, Sprache: Deutsch, Abstract: In der Hochphase des Imperialismus wurde der afrikanische Kontinent unter den Westeuropäern aufgeteilt. Das Deutsche Kaiserreich nahm 1884 einen unwirtlichen Küstenstreifen zwischen der britischen Kolonie Goldküste und dem französischen Dahomey in Besitz und errichtete dort ihre sehr direkte Herrschaft. Bereits zehn Jahre später wurde im heutigen Anécho ein kleines deutsches Regierungskrankenhaus eröffnet. Es war zugleich das erste deutsche Krankenhaus in den afrikanischen Kolonialgebieten überhaupt und beeinflusste die Architektur und den Betrieb späterer, grösserer Häuser in Deutsch-Ostafrika und Kamerun. Die Zeit des Kolonialismus fiel mit dem Erblühen der naturwissenschaftlichen Medizin zusammen, was die Frage aufwirft, wieviel 'moderne Medizin' denn 'an den Rand der Welt' exportiert wurde und wie solche Veränderungen auf die ortansässige Bevölkerung wirkten. Die Studie will die Aufgaben und das Wirken von Ärzten und Pflegepersonal des Krankenhauses bis zur Aufgabe der deutschen Kolonie Togo 1914 verfolgen und sie in den Kontext einer gewaltbereiten Epoche stellen. Waren die medizinischen Akteure machtbesessene Agressoren, die im 'Grosslabor Togo' unethische wissenschaftliche Feldversuche durchführten, oder waren sie Ärzte und Krankenpflegekräfte, die entsprechend ihrer Ausbildung bemüht waren, Leiden zu lindern?

Anbieter: Orell Fuessli CH
Stand: 26.10.2020
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Inseln der Illusion. Briefe aus der Südsee
37,00 € *
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'Ich komme immer mehr zu der Überzeugung, daß es angenehmer ist, am Kaminfeuer zu reisen, als in der Wirklichkeit. Man erlebt weniger Enttäuschungen, und man kann sich seine Gesellschaft aussuchen.' Die Südsee - eine weit entfernte, meist idealisierte Weltregion, wie die Reiseberichte von Bougainville, Forster und Stevenson zeigen. Auch Robert James Fletcher ist auf der Suche nach dem Paradies der unberührten Südsee, wie es Robert Louis Stevenson in seinen Büchern geschildert hat. Schon die Reise in das vermeintliche Paradies entpuppt sich als der Vorhof zur Hölle: Fletcher bewundert die Schönheit der Albatrosse und ist über das Abschlachten derselben zum Herstellen von Pastete entsetzt. Die Versicherung Albatrospastete sei eine Köstlichkeit, die das Töten der schönen und stolzen Vögel rechtfertigt, läßt ihn hoffen. um enttäuscht festzustellen, dass die Pastete an geschmacklicher Abscheulichkeit kaum zu überbieten ist. Im Jahr 1912 trifft er auf den Neuen Hebriden ein, einer Inselgruppe östlich von Australien und findet ein Leben, das weit davon entfernt ist, paradiesisch genannt zu werden: eine Gesellschaft, die vom Kolonialismus durchsetzt ist und von Händlern, Siedlern und Missionaren ruiniert wird. Daneben Mücken, Malaria, Fieberschübe und oft auch nur der örtlich angebaute Tabak. Das Thema der Desillusionierung, der Bitternis, der Einsamkeit, die nicht zuletzt der Grund für sein häufiges Briefeschreiben ist, durchziehen Fletchers Briefe: 'Ich habe eine Kuh und ein kleines Fohlen, mit denen ich spreche. Das Fohlen stößt mich vor die Brust, wenn ich ihm erzähle, daß ich sehr unglücklich bin. Irgendwie hilft mir das ein bißchen.' Zu denken, dass Fletcher aus diesen Gründen weniger überzeugt von der Überlegenheit seiner Rasse und insbesondere der Engländer ist, wäre falsch. Aber er hält sich als Reisender, nicht als Geschäftemacher und Ausbeuter dort auf, was sich in seinen Beschreibungen des alltäglichen Lebens niederschlägt: seine Erzählungen leben von der Schärfe, Authentizität und Schonungslosigkeit mit der er sowohl das Leben der Eingeborenen als auch der Kolonialherren betrachtet. Und: er verschont auch sich selbst mit seinem Sarkasmus nicht. Immer wieder schreibt er von der geplanten Rückkehr nach England, wägt das Hilfslehrerdasein in England gegen das Leben in der Südsee auf und bleibt doch aus mangelnder Entschlossenheit und vor allem aus Mangel an Geld: er schlägt sich durch, als Dolmetscher am Gerichtshof der von Frankreich und England gemeinsam verwalteten Kolonie, als Landvermesser, als Plantagenaufseher. Er bandelt mit einer eingeborenen Frau an, bekommt einen Sohn mit ihr, an den er große Erwartungen knüpft, die ebenso zerrinnen wie seine Hoffnungen in der Südsee die Schönheit als solche zu finden. Sie ist zum Greifen nah und haftet doch auch hier am Horizont. Mit literarischer Pointierung entwirft Fletcher das Kolonial- und Eingeborenenleben und entwirft in seinen Briefen ein einzigartig Werk der Tropenliteratur, die an den Reisenden Rimbaud denken lassen: ehrlich, sarkastisch und vor allem poetisch.

Anbieter: Thalia AT
Stand: 26.10.2020
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